Linke fordert nach Skandal um Buchhandlungspreis Rücktritt von Wolfram Weimer
„Die heutige Enthüllung, dass der Kulturstaatsminister vor Wochen in Absage-E-Mails an die betroffenen Buchhandlungen wahrheitswidrig behauptet hatte, ihre Nichtberücksichtigung für den renommierten Buchhandlungspreis wäre auf eine Entscheidung der unabhängigen Jury zurückgegangen, bringt das Fass zum Überlaufen. Der Jury, die im Gegenteil an der Nominierung bewusst festgehalten hatte, die Verantwortung für die eigene politische Entscheidung zuzuschustern, ist feige und respektlos. Wer sich jeglicher Verantwortung, öffentlichen Debatten und gerichtlicher Kontrolle durch Lügen zu entziehen versucht, ist ungeeignet für das Amt eines Staatsministers“, erklärt David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag. Schliesing weiter:

„Ich begrüße sehr, dass die drei ausgeschlossenen Buchhandlungen, von denen zwei sogar als ‚besonders herausragende Buchhandlungen‘ prämiert worden wären, Klage gegen Weimer als Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Bundesamt für Verfassungsschutz vor den Verwaltungsgerichten Berlin und Köln eingereicht haben. Es muss verhindert werden, dass künftig die Bundesregierung mit Hilfe des Geheimdienstes massiv die Kunst- und Kulturfreiheit beschneidet.
Weimer betreibt seit Amtsantritt rechte Cancel-Culture. Daran ändern auch seine Versuche, den Skandal herunterzuspielen, nichts. Nachdem er vor ein paar Tagen den Einsatz des rechtsstaatswidrigen ‚Haber-Verfahrens‘ noch als Standardinstrument bei allen Förderungen und Auszeichnungen in seinem Verantwortungsbereich angekündigt hatte, versucht er nun den Geheimdiensteinsatz nur noch als Ausnahme darzustellen. Auch die Behauptung, seine Amtsvorgängerin Claudia Roth hätte das Verfahren ebenfalls angewandt, ist eine bewusste Verdrehung der Tatsachen.
Der Wolfram-Weimer-Albtraum muss ein Ende haben. Erst massive Interessenkonflikte als Miteigentümer der Weimer Media Group und Urheberrechtsverstöße bei The European, dann die Beschädigung der Unabhängigkeit der Berlinale durch Einmischung und nun ein Buchhandlungspreis, bei dem politische Kontrolle erneut über kulturelle Freiheit gestellt wird. In anderen Zeiten hätte ein Minister schon lange Konsequenzen aus seinen Skandalen gezogen. Wer so in die Kunst- und Kulturfreiheit hineindirigiert und auch noch unehrlich agiert, ist als Kulturstaatsminister nicht tragbar. Alles andere als der sofortige Rücktritt Wolfram Weimers wäre ein weiterer Skandal.“
Kulturstaatsminister Weimer ist eine absolute Fehlbesetzung und Gefahr für die Kunst- und Kulturfreiheit
David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, zur heutigen Absage der Preisverleihung des Deutsche Buchhandlungspreis im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 19. März durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer:
„Dieser Kulturstaatsminister ist eine absolute Fehlbesetzung und Gefahr für die Kunst- und Kulturfreiheit hierzulande. Nachdem er bereits die Berlinale mit seiner politischen Einflussnahme an den Rand des Untergangs gebracht hatte, zündelte er beim Deutschen Buchhandlungspreis sofort weiter und hat nun ihn und die Branche nachhaltig geschädigt. Dass eine angemessene und würdige Preisverleihung nicht mehr möglich ist, geht einzig auf Weimers Kappe und muss Konsequenzen haben. Seine politisch motivierte Streichung von drei Juryvorschlägen muss umgehend rückgängig gemacht werden. Eine politische Einflussnahme des Staates in die Kunst- und Kulturfreiheit verbietet sich. Und erst recht eine Bespitzelung von Buchläden, die sich mehr um die Förderung einer vielfältigen Kultur verdient gemacht haben, als der zuständige Minister, durch den Geheimdienst.“
Kulturstaatsminister Weimer ist eine absolute Fehlbesetzung und Gefahr für die Kunst- und Kulturfreiheit
David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, zur heutigen Absage der Preisverleihung des Deutsche Buchhandlungspreis im Rahmen der Leipziger Buchmesse am 19. März durch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer:

„Dieser Kulturstaatsminister ist eine absolute Fehlbesetzung und Gefahr für die Kunst- und Kulturfreiheit hierzulande. Nachdem er bereits die Berlinale mit seiner politischen Einflussnahme an den Rand des Untergangs gebracht hatte, zündelte er beim Deutschen Buchhandlungspreis sofort weiter und hat nun ihn und die Branche nachhaltig geschädigt. Dass eine angemessene und würdige Preisverleihung nicht mehr möglich ist, geht einzig auf Weimers Kappe und muss Konsequenzen haben. Seine politisch motivierte Streichung von drei Juryvorschlägen muss umgehend rückgängig gemacht werden. Eine politische Einflussnahme des Staates in die Kunst- und Kulturfreiheit verbietet sich. Und erst recht eine Bespitzelung von Buchläden, die sich mehr um die Förderung einer vielfältigen Kultur verdient gemacht haben, als der zuständige Minister, durch den Geheimdienst.“
Haber-Verfahren: Linke verurteilt Weimers erneuten massiven Eingriff in Kunstfreiheit
David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag: „Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen, weil sie politisch nicht ins Weltbild passen, ist ein Skandal. Staatliche Kulturförderung zum Instrument politischer Kontrolle zu machen, verbietet sich. Wenn die Einschätzung des Inlandsgeheimdienstes kulturpolitische Entscheidungen der Bundesregierung leitet, sind Meinungs-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit ernsthaft in Gefahr. Es ist deshalb völlig inakzeptabel und rechtswidrig, dass Buchhandlungen im Auftrag von Kulturstaatsminister Weimer vom Geheimdienst heimlich ausgespäht wurden.“ Schliesing weiter:
„Nach Weimers Einmischung in die Unabhängigkeit der Berlinale greift er mit seiner Gesinnungsschnüffelei beim Buchhandlungspreis erneut massiv in die Kunstfreiheit ein. Dies ist eine Gefahr für unsere Demokratie. Weimers Kulturkampf gegen links und für einen autoritären Umbau unserer Gesellschaft darf nicht unwidersprochen bleiben. Ich freue mich deshalb sehr, dass die betroffenen Buchhandlungen Klage gegen den Kulturstaatsminister einreichen. Sie wird hoffentlich dazu führen, dass die Anwendung des ‚Haber-Verfahrens‘ als rechtswidrig künftig verboten und die Kunstfreiheit gestärkt wird. Auch die große Solidarität, die die betroffenen Buchläden erhalten, macht Hoffnung. Am besten wäre, wenn Weimers Entscheidung jetzt dazu führt, dass umso mehr Menschen bei den ausgezeichneten Buchläden einkaufen. Die Linke wird den Skandal im Bundestag thematisieren und bereitet gerade eine umfangreiche Kleine Anfrage zum Haber-Verfahren vor.“
Haber-Verfahren: Linke verurteilt Weimers erneuten massiven Eingriff in Kunstfreiheit
David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag:

„Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen, weil sie politisch nicht ins Weltbild passen, ist ein Skandal. Staatliche Kulturförderung zum Instrument politischer Kontrolle zu machen, verbietet sich. Wenn die Einschätzung des Inlandsgeheimdienstes kulturpolitische Entscheidungen der Bundesregierung leitet, sind Meinungs-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit ernsthaft in Gefahr. Es ist deshalb völlig inakzeptabel und rechtswidrig, dass Buchhandlungen im Auftrag von Kulturstaatsminister Weimer vom Geheimdienst heimlich ausgespäht wurden.“ Schliesing weiter:
„Nach Weimers Einmischung in die Unabhängigkeit der Berlinale greift er mit seiner Gesinnungsschnüffelei beim Buchhandlungspreis erneut massiv in die Kunstfreiheit ein. Dies ist eine Gefahr für unsere Demokratie. Weimers Kulturkampf gegen links und für einen autoritären Umbau unserer Gesellschaft darf nicht unwidersprochen bleiben. Ich freue mich deshalb sehr, dass die betroffenen Buchhandlungen Klage gegen den Kulturstaatsminister einreichen. Sie wird hoffentlich dazu führen, dass die Anwendung des ‚Haber-Verfahrens‘ als rechtswidrig künftig verboten und die Kunstfreiheit gestärkt wird. Auch die große Solidarität, die die betroffenen Buchläden erhalten, macht Hoffnung. Am besten wäre, wenn Weimers Entscheidung jetzt dazu führt, dass umso mehr Menschen bei den ausgezeichneten Buchläden einkaufen. Die Linke wird den Skandal im Bundestag thematisieren und bereitet gerade eine umfangreiche Kleine Anfrage zum Haber-Verfahren vor.“
Berlinale: Tricia Tuttle braucht jetzt Beinfreiheit statt Auflagen
„Weimers Vortrag im Kulturausschuss war völlig frei von Selbstkritik und insgesamt enttäuschend. Ich freue mich dennoch sehr, dass Tricia Tuttle als Intendantin der Berlinale bleibt – jedoch ist ihr Verbleib nicht Kulturstaatsminister Weimer zu verdanken, sondern der absolut beeindruckenden breiten Solidarität von Film-Akteur:innen und kritischer Öffentlichkeit, die den Versuch der politischen Einflussnahme durch die Union zurückgewiesen haben“, kommentiert David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, die Meldung, dass Tricia Tuttle als Intendantin der Berlinale bleibt. Schliesing weiter:
„Damit Tuttle ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann, braucht sie Beinfreiheit und keine gesichtswahrenden Beschlüsse der ‚Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH‘ (KBB), die Tuttles Verbleib an Auflagen wie einen Beirat als ‚Aufpasser‘ und einen Verhaltenskodex knüpfen. Ein Bekenntnis zur künstlerischen Unabhängigkeit der Berlinale sowie eine Stärkung des Festivals und seiner Intendantin sieht anders aus. Wir als Linke werden jedenfalls genau hinschauen, wie Verhaltenskodex, Beirat und Vorgaben für mehr Wirtschaftlichkeit genau ausgestaltet werden sollen.“
Linke erwartet von Weimer klares Bekenntnis zur Unabhängigkeit der Berlinale
David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag: „Ich erwarte, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in der heutigen Kulturausschusssitzung dem Parlament aus erster Hand von der Aufsichtsratssitzung der KBB berichten wird. Dass er offensichtlich weiter Hand in Hand mit den Springer-Medien an der beispiellosen Demontage der Berlinale-Intendantin arbeitet und nachhaltig das größte deutsche Filmfestival beschädigt, ist skandalös. Ich begrüße natürlich ausdrücklich, dass Tricia Tuttle dem Festival nun doch offenbar erhalten bleibt. Da ihr Verbleib laut BILD an Auflagen wie einen Beirat als ‚Aufpasser‘ und einen Verhaltenskodex geknüpft werden soll, wird jedoch alles andere als das notwendige Signal für die künstlerische Unabhängigkeit des Festivals gesendet. Wir brauchen aber keine Debatte über eine Neuausrichtung des Festivals, sondern dringend über eine Neuausrichtung der Politik der Bundesregierung, die sich nicht länger politisch einmischen und stattdessen die Kunstfreiheit garantieren muss.
Alle Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen sind aufgefordert den Staatsminister daran zu erinnern, dass Demokratie und vor allem die Freiheit der Kunst sich nicht im Applaus für das Bequeme, sondern im Aushalten des Unbequemen beweisen. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine rechte Cancel Culture oder Bekenntniszwänge jeglicher Couleur sowie die Schlagzeilen der Boulevardpresse die Grenzen unseres kulturellen Diskurses diktieren.“
Berlinale: Tricia Tuttle braucht jetzt Beinfreiheit statt Auflagen
„Weimers Vortrag im Kulturausschuss war völlig frei von Selbstkritik und insgesamt enttäuschend. Ich freue mich dennoch sehr, dass Tricia Tuttle als Intendantin der Berlinale bleibt – jedoch ist ihr Verbleib nicht Kulturstaatsminister Weimer zu verdanken, sondern der absolut beeindruckenden breiten Solidarität von Film-Akteur:innen und kritischer Öffentlichkeit, die den Versuch der politischen Einflussnahme durch die Union zurückgewiesen haben“, kommentiert David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Bundestag, die Meldung, dass Tricia Tuttle als Intendantin der Berlinale bleibt. Schliesing weiter:

„Damit Tuttle ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann, braucht sie Beinfreiheit und keine gesichtswahrenden Beschlüsse der ‚Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH‘ (KBB), die Tuttles Verbleib an Auflagen wie einen Beirat als ‚Aufpasser‘ und einen Verhaltenskodex knüpfen. Ein Bekenntnis zur künstlerischen Unabhängigkeit der Berlinale sowie eine Stärkung des Festivals und seiner Intendantin sieht anders aus. Wir als Linke werden jedenfalls genau hinschauen, wie Verhaltenskodex, Beirat und Vorgaben für mehr Wirtschaftlichkeit genau ausgestaltet werden sollen.“
Linke erwartet von Weimer klares Bekenntnis zur Unabhängigkeit der Berlinale
David Schliesing, medienpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag: „Ich erwarte, dass Kulturstaatsminister Wolfram Weimer in der heutigen Kulturausschusssitzung dem Parlament aus erster Hand von der Aufsichtsratssitzung der KBB berichten wird. Dass er offensichtlich weiter Hand in Hand mit den Springer-Medien an der beispiellosen Demontage der Berlinale-Intendantin arbeitet und nachhaltig das größte deutsche Filmfestival beschädigt, ist skandalös. Ich begrüße natürlich ausdrücklich, dass Tricia Tuttle dem Festival nun doch offenbar erhalten bleibt. Da ihr Verbleib laut BILD an Auflagen wie einen Beirat als ‚Aufpasser‘ und einen Verhaltenskodex geknüpft werden soll, wird jedoch alles andere als das notwendige Signal für die künstlerische Unabhängigkeit des Festivals gesendet. Wir brauchen aber keine Debatte über eine Neuausrichtung des Festivals, sondern dringend über eine Neuausrichtung der Politik der Bundesregierung, die sich nicht länger politisch einmischen und stattdessen die Kunstfreiheit garantieren muss.

Alle Kolleginnen und Kollegen der demokratischen Fraktionen sind aufgefordert den Staatsminister daran zu erinnern, dass Demokratie und vor allem die Freiheit der Kunst sich nicht im Applaus für das Bequeme, sondern im Aushalten des Unbequemen beweisen. Wir dürfen nicht zulassen, dass eine rechte Cancel Culture oder Bekenntniszwänge jeglicher Couleur sowie die Schlagzeilen der Boulevardpresse die Grenzen unseres kulturellen Diskurses diktieren.“
Gegen die Wehrpflicht: Linke unterstützt Schulstreik
„Schülerinnen und Schüler lernen in maroden Schulen, gleichzeitig werden Jugendzentren geschlossen. Im Haushalt sucht man vergeblich nach den Milliarden, die diese Missstände beheben sollen. Die Bundesregierung investiert nicht in die Zukunft der jungen Menschen, stattdessen will sie sie mit der neu eingeführten verpflichtenden Erfassung künftig zum Dienst an der Waffe zwingen“, so David Schliesing, medienpolitischer Sprecher für Die Linke im Bundestag, zu den am Donnerstag stattfindenden bundesweiten Schulstreiks gegen die Wehrpflicht. Schliesing weiter:
„Diesen massiven Eingriff in das Leben der Betroffenen lehnt Die Linke ab und setzt sich darum auf Bundesebene für die vollständige Streichung der Wehrpflicht aus dem Grundgesetz ein. Ich fordere von der Bundesregierung, dass sie auf Investitionen in Bildung, ein bezahlbares Leben und auf verstärkte Bemühungen für Diplomatie setzt. Denn die meisten Menschen haben von Aufrüstung und Krieg nichts Positives zu erwarten. Es profitieren vor allem die, die in den Chefetagen der Rüstungskonzerne sitzen. Für ihre Gewinnmargen darf jungen Menschen nicht ihre Selbstbestimmung genommen werden. Im Kern geht es um deren ureigenstes Interesse: ihr selbstbestimmtes Leben. Daher stehen wir an der Seite der jungen Menschen, die sich gegen die Wehrpflicht stellen. In meinen Betreuungswahlkreisen finden Schulstreiks in Stendal (Marktplatz, 11 Uhr), Naumburg (Marktplatz 11:30 Uhr) und Magdeburg (Domplatz 9 Uhr) statt.“